Sicherheit, die trägt: geprüfte Regale für starke Lager
Professionelle Regalprüfungen sorgen dafür, dass Regalsysteme standfest bleiben, Risiken frühzeitig erkannt werden und teure Ausfallzeiten vermieden werden. Wer sie ignoriert, riskiert nicht nur Sachschäden, sondern auch Unfälle und im schlimmsten Fall die Gesundheit seiner Mitarbeiter.
Ob Paletten-, Fachboden- oder Kragarmregal: eine fachkundige Inspektion erkennt Schäden frühzeitig, dokumentiert sie zuverlässig und sorgt dafür, dass notwendige Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
So erfüllen Arbeitgeber nicht nur ihre gesetzlichen Pflichten, sondern investieren gleichzeitig in Vertrauen, Sicherheit, Effizienz und Produktivität.
Die wichtigsten Anforderungen zur Regalprüfung auf einen Blick
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Rechtlicher Rahmen: Ihre Pflicht zur Sicherheit
Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet Arbeitgeber, Arbeitsmittel wie Regalsysteme regelmäßig zu prüfen. Die DIN EN 15635 legt dabei konkrete Vorgaben fest: Mindestens einmal jährlich muss eine fachkundige Person eine Inspektion durchführen. Zusätzlich sind in kürzeren Abständen Sichtkontrollen vorgeschrieben, deren Rhythmus sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt.
Wer diese Vorgaben beachtet, erfüllt nicht nur seine gesetzlichen Pflichten, sondern schafft auch ein verlässliches Fundament für einen nachhaltig störungsfreien und sicheren Lagerbetrieb.
Ablauf einer Regalprüfung
Eine Regalprüfung ist mehr als ein kurzer Blick auf die Regale. Sie beginnt mit einer Vor-Ort-Analyse und Sichtkontrolle. Dabei werden Beschädigungen, Überlastungen, Stoßeinwirkungen, Materialschäden oder Risse in Schweißnähten erkannt und bewertet. Auch die korrekte Montage gemäß Aufbauanleitung prüft der Kontrolleur.
Im Anschluss folgt die Dokumentation: Ein Prüfbericht hält alle Ergebnisse fest, vom senkrechten Stand der Anlage bis zur Unversehrtheit einzelner Bauteile. Fotos belegen den Zustand.
Zum Abschluss bringt der Inspekteur eine Prüfplakette an, die den ordnungsgemäßen Zustand bestätigt.
Was kontrolliert der Regalprüfer?
Die Inspektion umfasst alle im Einsatz befindlichen Regalsysteme. Von Paletten- über Fachboden- bis zu Kragarmregalen oder mehrstöckigen Anlagen.
Geprüft werden unter anderem:
- Tragfähigkeit und Belastungsgrenzen
- Beschädigungen an Ständern, Trägern und Verbindungen
- Zustand von Sicherheitsbauteilen
- Einhaltung der Montagevorgaben
So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen, bevor sie zur Gefahr werden.
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Nach der Prüfung: Schadensklassen und Maßnahmen
Die festgestellten Ergebnisse der Regalprüfung werden anschließend in Schadensklassen eingeteilt und entscheiden über das weitere Vorgehen und mögliche Maßnahmen, die getroffen werden sollten:
Grün:
Geringe Schäden, die im Rahmen der regulären Wartung behoben werden können.Orange:
Mittlere Schäden, bei denen zeitnah Reparaturen erforderlich sind.Rot:
Akute Gefahr, die eine sofortige Stilllegung oder Reparatur erfordert.Besonders wichtig: Häufen sich bestimmte Schäden, sollte die Ursache ermittelt und mit gezielten Präventionsmaßnahmen gegengesteuert werden. Beispielsweise durch Fahrerschulungen oder zusätzliche Schutzsysteme.
Qualifikation der Prüfer
Eine normgerechte Prüfung darf nur von einer befähigten Person im Sinne der BetrSichV durchgeführt werden. Das können intern geschulte Mitarbeiter oder externe Regalinspekteure mit DIN EN 15635-Zertifizierung sein.
Der Vorteil externer Fachkräfte: Sie prüfen herstellerunabhängig, bringen Erfahrung aus unterschiedlichen Betrieben mit und können so besonders objektiv bewerten.
Herstellerunabhängige Prüfung für mehr Objektivität
Eine herstellerunabhängige Regalprüfung gewährleistet, dass das Ergebnis nicht durch wirtschaftliche Interessen beeinflusst wird. Sie erhalten eine neutrale Bewertung Ihres Regalsystems, unabhängig davon, wo es gekauft wurde oder von wem es stammt. Das schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass ausschließlich der Sicherheitsaspekt im Vordergrund steht.
Häufigkeit und Pflichten des Arbeitgebers
Die Jahresinspektion ist Pflicht. Zusätzlich schreibt die DGUV Regel 108-007 regelmäßige Sichtprüfungen in kürzeren Intervallen vor. Diese sind abhängig von der Nutzungshäufigkeit und den Belastungen.
Als Arbeitgeber tragen Sie die Verantwortung, diese Prüfungen zu organisieren, zu dokumentieren und sicherzustellen, dass Mängel unverzüglich behoben werden. Versäumnisse können nicht nur rechtliche Folgen haben, sondern im schlimmsten Fall Menschen gefährden.
Kosten einer Regalprüfung
Verglichen mit den möglichen Schäden durch einen Regalunfall ist diese Investition minimal und zahlt sich durch längere Lebensdauer der Regale, weniger Ausfallzeiten und mehr Sicherheit für alle im Betrieb aus.
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